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Sie tragen sich mit dem Gedanken, sich einen Coach zu suchen und fragen sich nicht ganz zu unrecht, wieviel darf die Dame oder der Herr eigentlich kosten. Das ist eine gute und gängige Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Aber ich will ihnen hier eine kleine Orientierungshilfe geben.Wenn Sie ganz ehrlich sind, wollen Sie natürlich nicht zu viel ausgeben. Das Preis-/Leistungsverhältnis muss stimmen. Das Blöde ist nur, dass man mit einem Coach die Katze im Sack kauft. Es ist schwer einzuschätzen, wie gut ein Coach die Themen und Bedürfnisse eines Klienten bedienen kann. Mit Coachingmethoden kennen Sie sich nicht aus, also auch das lässt sich nicht wirklich beurteilen, selbst wenn der Auserwählte Ihnen einen überzeugenden Prozess für das Coaching präsentiert hat. Sie kaufen also die Person, die Vertrauen in Ihnen geweckt hat und schon einmal passende Denkansätze beispielsweise in einen Vorgespräch geliefert hat und die Sie inspiriert haben. Sie haben ein gutes Gefühl.

Die Frage ist aber, was ist das Coaching nun wert?

Es gibt wie in anderen Märkten eine Preisspanne.Der Privatkundenmarkt ist wesentlich niedrigpreisiger als der Geschäftskundenmarkt. Rechnen Sie hier je nach Standort mit Preisen zwischen € 50 und 150 pro Stunde. Im Osten Deutschlands sind die Preise tendenziell etwas niedriger als im Rest der Republik. Im Geschäftskundenmarkt sind die Preisspannen insgesamt höher.

Coaches für Gründer und Kleinstunternehmer nehmen zwischen € 80 und 180 pro Stunde. Häufig werden hier auch Tagessätze veranschlagt sowie Vor- und Nachbereitung in Rechnung gestellt.

Sobald ein Unternehmen Strukturen über das Ein- oder Zweipersonenunternehmen hinaus verfügt, steigen hier auch die Coachinghonorare. Rechnen Sie  hier mit Stundensätzen ab € 150 aufwärts. Coaching für Führungskräfte in mittelständischen Unternehmen kann man mit etwa € 180 aufwärts veranschlagen. Für die erste Führungsriege, Geschäftsführer und darüber hinaus geht es ab € 250 pro Stunde los.

Im letzten Segment zeigt sich ein interessantes Phänomen: Je höher eine Führungskraft im Unternehmen steht, desto teurer ist in der Regel auch der Coach, den er oder sich sich auswählt. Ein „günstiger“ Coach wird vordergründig häufig nicht die Kompetenz zugebilligt, mit dem Themen einer Führungskraft auf dieser Ebene umgehen zu können. Es wird Augenhöhe gewünscht, die allein schon dadurch hergestellt wird, indem der Coach einen hohen Stundensatz nimmt. Der teure Coach wird da fast wie die Gucci-Tasche zum Statussymbol.

Der Preis sagt also viel über die Positionierung des Coaches aus und das Marktsegment, in dem er sich bewegen will, aber wenig über seine Befähigung. Wenn Sie sich für einen Coach entscheiden, lassen Sie nicht unbedingt den Preis maßgeblich sein, sondern das gute Gefühl und die Überzeugung, der der Coach als Mensch und in seinem Leistungs- und Themenspektrum der richtige für sie ist.

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